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Japan & Südkorea

Wie in keinem anderen Land der Erde geht Tradition in Japan Hand in Hand mit der Moderne. Auch Korea, das ‚Land der Morgenstille’, besitzt eine der ältesten Kulturen Ostasiens. Zart geschwungene Tempeldächer, modernste Hightech und atemberaubende, noch unberührte Landschaften vereinen sich in Japan und Korea zu einem harmonischen Ganzen.

Japan bereisen wir hauptsächlich mit dem Zug und werden dabei zwei der vier Hauptinseln entdecken: Honshu und Kyushu. Auf einigen Strecken benutzen wir den schnittigen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen; die Strecke von Tokyo über Matsumoto nach Takayama legen wir mit dem Bus zurück. Sowohl zentral gelegene Hotels als auch eine kleine Pension mit familiärem Charakter dienen uns als Quartiere.
Auf Schritt und Tritt begegnet man in Japan traditioneller Kultur in Form von beeindruckenden buddhistischen Tempeln und aufwändig gestalteten shintoistischen Schreinen, aber auch unzählige Beispiele architektonischer Moderne prägen die Stadtbilder. Massige Festungen spicken romantische Landschaften aus dichten Wäldern, sanften Hügeln und imposanten Vulkanen. Zusammen mit der einzigartigen gesellschaftlichen Struktur vermittelt Japan, das wörtlich übersetzt ‚Ursprung der Sonne’ bedeutet, dem Betrachter ein faszinierendes Gesamtkunstwerk.

Südkoreas Natur ist einzigartig: Üppige Wälder, reißende Ströme, liebliche Täler, schroffe Bergrücken und ausgedehnte Strände bezaubern Besucher wie Einheimische gleichermaßen. Einen Kontrast dazu bilden die Städte, allen voran die Hauptstadt Seoul mit ihrem Mix aus antiken Festungen, lauten Karaoke-Bars, zerbrechlich wirkenden Pagoden und chromblitzenden Wolkenkratzern. In keiner anderen Kultur wird der Philosophie des Konfuzianismus so viel Wert beigemessen. Die Regeln des täglichen Miteinanders, sei es in Schule, Beruf oder Familie, werden von Alter, Geschlecht, sozialem Status und Bildung beeinflusst. Diese Kombination von Jahrtausende alter Kultur und Natur, die ihre ursprüngliche Schönheit bewahren konnte, macht Südkorea zu einem wahren Juwel Ostasiens.

21 Tage Japan
Mit Tokyo lernen Sie eine der aufregendsten Städte der Welt kennen. Jede Straßenecke bietet neue ungewöhnliche Eindrücke. In dieser äußerst belebten Metropole hat jedes Viertel seinen eigenen Charakter: In Shibuya finden Sie angesagte Jugendkultur, in Akihabara die neusten technischen Errungenschaften und Ginza ist als das Banken- und Geschäftsviertel mit teuren Läden bekannt.
Von Tokyo aus besuchen wir Kamakura, den Sitz des ersten Shogunats im späten 12. Jahrhundert. Der überwältigende Daibutsu, eine 750 Jahre alte und mehr als 13 m hohe Buddhastatue, wird Sie in Staunen versetzen!
Unterwegs von Tokyo nach Matsumoto haben wir bei klarem Wetter eine schöne Aussicht auf den erloschenen Vulkan Mount Fuji, den heiligen und höchsten Berg Japans. Matsumoto ist einer der beliebtesten Ferienorte der Japaner. Vom obersten Stock der im 16. Jahrhundert erbauten Festung haben Sie eine fantastische Sicht auf die japanischen Alpen; die Landschaft scheint geradezu einem Gemälde entsprungen zu sein.

Wir fahren durch diese großartige grüne Berglandschaft nach Takayama, einem abgelegenen Dorf, das sich seinen ursprünglichen Charme bewahrt hat. Das Zentrum wird dominiert von traditionellen Geschäften, Restaurants und Sake-Brauereien, und die Holzhäuser verfügen noch immer über die typischen Schiebetüren und -wände. Die Schreine und Tempel Takayamas befinden sich in hervorragendem Zustand und sind meist umgeben von liebevoll gepflegten Gärten. Wir übernachten in einem traditionellen japanischen Familienhotel. Die Betten bestehen üblicherweise aus einer Futonmatratze, die auf einer dicken Matte aus gewebtem Stroh liegt.

Die geheimnisvolle ehemalige Kaiserstadt Kyoto verfügt über unzählige Sehenswürdigkeiten, darunter der Goldene Pavillon Kinkakuji und der Kaiserpalast Gosho. Allein in Kyoto befinden sich siebzehn Stätten, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden und von Ihnen besichtigt werden können, darunter drei Schreine, dreizehn Tempel und das Schloss Nijo. Im Vergnügungsviertel Gion scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und mit etwas Glück können Sie eine prächtig geschmückte Geisha entdecken, die durch die schmalen Gässchen wandelt.
Von Kyoto aus besuchen wir Nara, die erste Kaiserstadt Japans. Der berühmte Todaiji-Tempel im Nara-Park gilt als das größte Holzgebäude der Erde und in seinem Inneren befindet sich Japans größte Buddhastatue, der beeindruckende Nara-Daibutsu.

Ein weiteres UNESCO Weltkulturerbe betreten Sie beim Besuch von Koyasan. Auf diesem Berg liegen verschiedene Klöster und Tempelanlagen, ein Viertel aller Einwohner sind Mönche. Wir übernachten in einem ‚shukubo’, der Unterkunft eines Tempelkomplexes. Nehmen Sie an einer allmorgendlichen Gebetszeremonie teil und erhalten Sie einen intensiven Einblick in die Welt des praktizierten Buddhismus!
In der Nähe liegt Okunoin mit dem gleichnamigen Tempel. Hierbei handelt es sich um ein riesiges Areal, das von gläubigen Buddhisten als Friedhof genutzt wird und das Sie auf einer schönen Wanderung entdecken können. Etwa 300.000 Grabsteine säumen den Weg, der Sie über drei Brücken zum Heiligtum führt.
Bei einem kurzen Aufenthalt in Osaka sollten Sie dessen Wahrzeichen Osaka-jo, eine der prächtigsten Burgen des Landes, besichtigen. Anschließend fahren wir nach Himeji. Die Burg Himeji, auch ‚Burg des weißen Reihers' genannt, steht seit 1993 auf der Weltkulturerbe-Liste und umfasst 20 Türme und 38 Gebäude mit Dutzenden von zart geschwungenen Dachstufen. Einigen Reisenden ist die Burg sicherlich aus der TV-Serie ‚Shogun’ bekannt, die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hier gedreht wurde.

In Hiroshima erinnern der Friedenspark und der Atombombendom an die vernichtenden Auswirkungen des Atombombenabwurfs vom 6. August 1945. Von Hiroshima aus steuern wir per Zug und Fähre die heilige Insel Miyajima an, die mit einer der schönsten Landschaften Japans aufwartet. Wir besuchen das Heiligtum Itsukushima, wobei Sie die sagenhafte Aussicht auf das berühmte rote Torii mit dem Berg Misen im Hintergrund genießen können.

Wir erreichen die Südinsel Kyushu und unsere erste Station Kumamoto. Die gleichnamige Festung ist als die schönste Burg Japans bekannt. Jedes japanische Kind kennt Kumamoto aus einem beliebten Kinderlied, das die Stadt als landschaftliche Idylle beschreibt, was zum großen Teil auch heute noch zutrifft. Viele Stadtteile versprühen einen eher ländlichen Charme. Von Kumamoto aus ist ein Ausflug zur Vulkankette des Mount Aso vorgesehen, die aufgrund der Lage im Zentrum der Insel auch ‚Bauchnabel Kyushus’ genannt wird. Der Mount Aso als größter Vulkankrater der Erde verfügt über aktive Eruptionszentren, die spektakuläre Einblicke in das Innenleben unseres Planeten ermöglichen.
Die Hafenstadt Nagasaki war ursprünglich durch den Seehandel mit Portugal, Holland und China ein geschäftiger Ort. Heute verbindet man mit diesem Namen die Verwüstung durch die zweite Atombombe im Jahr 1945. Außer dem Atombombenmuseum und dem angeschlossenen Friedenspark sind noch einige alte Tempel und Brücken aus der Zeit vor dem Atombombenabwurf erhalten geblieben. Spätestens hier sollten Sie auch unbedingt ein Onsen, eine natürliche Warmwasserquelle, besuchen!
Unsere Japan-Reise endet im lebendigen Osaka, bevor Sie das ‚Land der aufgehenden Sonne’ in Richtung Westen verlassen.

27 Tage Japan & Südkorea
Wahre Ostasien-Liebhaber können die Japan-Rundreise mit einem Anschlussaufenthalt in Südkorea kombinieren. Sie fliegen dann von Osaka nach Seoul. Seoul ist eine der größten und modernsten Metropolen der Welt: Bunte Läden in der Insadong Allee, lebendige Märkte wie der Noryangjin Fischmarkt, gigantische Shopping-Zentren, schicke Clubs sowie internationale Restaurants füllen die Straßen. Die traditionellen Aristokratenhäuser und steinernen Stadttore, die königlichen Gräber und kleinen Holzhäuschen mit ihren Ziegeldächern, die sogenannten Hanoks, erscheinen wie Oasen der Vergangenheit inmitten der eher kühlen Architektur des 21. Jahrhunderts.

55 Kilometer nördlich von Seoul befindet sich die Entmilitarisierte Zone, die schwer befestigte Grenzregion zu Nordkorea. Begeben Sie sich bei einem fakultativen Ausflug auf die Spuren der tragischen Geschichte Koreas und besichtigen Sie den 3. Tunnel, der 1978 von Nordkorea gegraben wurde, um südkoreanisches Territorium zu infiltrieren.

Hwajinpo ist ein charmanter Küstenort, in dem Nordkoreas ehemaliger Machthaber Kim Il-Sung mit seiner Familie den Sommer verbrachte. Im Zuge des Koreakriegs wurde diese Gegend südkoreanisches Hoheitsgebiet.
Der Seoraksan Nationalpark wartet als einer der spektakulärsten Parks des Landes darauf, bei einer ausgiebigen Wanderung entdeckt zu werden. Nicht nur natürliche Sehenswürdigkeiten wie steile Granitklippen, dichte Wälder und imposante Wasserfälle liegen auf unserem Weg, der Park beherbergt auch Tempelruinen aus dem 7. Jahrhundert.

Ganz in der Nähe des reizvollen Naksan Strandes liegt unser nächstes Quartier, der Naksansa-Tempel. Um an den Zeremonien teilzunehmen und das Leben der Mönche kennen zu lernen, hüllt man sich in gelbe Mönchsgewänder. Nach einer weiteren Nacht in Seoul und einer einzigartigen Erfahrung nehmen wir Abschied vom 'Land der Morgenstille'.

18 Tage Südkorea
Die am Han-Fluss gelegene Millionenmetropole Seoul eignet sich hervorragend für individuelle Erkundungen und mit einem der besten Nahverkehrssysteme der Welt ist es ein Kinderspiel, die riesige Stadt zu entdecken. Streifen Sie durch den Gyeongbokgung Palast oder statten Sie dem Nationalmuseum einen Besuch ab, um sich einen Überblick über die koreanische Historie zu verschaffen. In der Altstadt können Sie hervorragend dem hektischen Alltag entfliehen und über bunte Märkte schlendern.
Unternehmen Sie von Seoul aus verschiedene fakultative Ausflüge, zum Beispiel in das Korean Folk Village. In diesem Freilichtmuseum erhält man einen guten Eindruck vom traditionellen koreanischen Leben, denn hier werden alte Handwerkskünste, Musik und Tanz gepflegt. Oder Sie lassen innerhalb der Entmilitarisierten Zone, die für Krieg und Frieden, Teilung und Wiedervereinigung steht, Geschichte lebendig werden. Meterhoher Stacheldrahtzaun und bewaffnete Soldaten prägen das Bild und eine gewisse Spannung ist deutlich spürbar.
Der Weg führt nun durch eine raue Landschaft in den Osten der Halbinsel nach Hwajinpo. Dieser Küstenort gehörte bis 1950 zu Nordkorea und war durch seine wundervollen Strände ein beliebtes Sommerdomizil der politischen High Society. So kann man hier noch die Überbleibsel der Villa von Kim Il-Sung mit Fotos des heutigen Diktators Kim Jong-Il betrachten.

Im Seoraksan Nationalpark können Mutige sich auf wacklige Hängebrücken wagen, die sich über gewaltige Schluchten mit reißenden Flüssen spannen. Wandern Sie durch eine fantastische Natur oder fahren Sie mit der Seilbahn auf die Bergstation. Oben angekommen können Sie eine grandiose Aussicht über die Berge und Täler des Nationalparks genießen.
Unterwegs nach Cheongpung besichtigen wir bei Danyang, an den Ufern des künstlich angelegten Chungju Sees, die Kosu-Höhle, eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Koreas. Auch eine Bootsfahrt auf dieser Wasserstraße, die zu den stimmungsvollsten des Landes zählt, sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Besonders in der Abenddämmerung hat man das Gefühl, sich mitten in einem koreanischen Landschaftsgemälde zu befinden.

Andong hat seinen traditionellen und ländlichen Charakter bis heute bewahrt. So verwundert es nicht, dass in der Umgebung mehrere Freilichtmuseen errichtet wurden. Die Kulissen sind so authentisch, dass sie vom koreanischen Fernsehen oft als Drehort für historische Filme genutzt wurden. Das ‚Hahoe Folk Village’, eigentlich auch ein Freilichtmuseum, wird von seinen Darstellern gleichzeitig bewohnt.

‚Der gewöhnlichen Welt entrückt’ bedeutet der Name Songnisan und bezieht sich zweifellos auf den berühmten Beopjusa-Tempel aus dem 6. Jahrhundert, der sich in den üppigen Wäldern des Songnisan Nationalparks versteckt. Imposant ragt die Statue des 36 m hohen Buddhas gen Himmel.
Der Haeinsa-Tempel im Gayasan Nationalpark gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt die ‚Tripitaka Koreana’, die umfassendste Sammlung buddhistischer Schriften in Ostasien. Sie wurde während des 13. Jahrhunderts auf mehr als 80.000 hölzernen Druckstöcken verewigt.

Gyeongju ist eine der größten Attraktionen Koreas. Mehr als tausend Jahre lang war sie die Hauptstadt des Silla-Reiches, das sich über die gesamte koreanische Halbinsel erstreckte. Auf Schritt und Tritt begegnet man historischen Überresten aus der Blütezeit dieser Dynastie: Besichtigen Sie die Hügelgräber der Silla im Tumuli Park, das Nationalmuseum mit seiner Ausstellung der Grabbeigaben und der Artefakte, die bei der Trockenlegung des Anapji-Teichs gefunden wurden, und die älteste Pagode Koreas Bunhwangsa.
Bei einem Halbtagesausflug können Sie weitere Schätze der Liste des UNESCO Weltkulturerbes betreten: Auf Steinterrassen wurde Bulguksa, der schönste Tempel der Silla, errichtet, so dass sich hier landschaftliche Schönheit und die Meisterleistungen der Handwerker zu einem Gesamtkunstwerk vereinen. In den Bergen über diesem Tempel versteckt sich die Seokuram Grotte. Im 8. Jahrhundert ließen die Silla-Herrscher einen Rundbau in der Grotte errichten. Die zentrale Statue des Sakyamuni Buddhas, flankiert von mehr als 30 Schutzpatronen, blickt erhaben auf das Ostchinesische Meer.

Unser nächstes, etwas außergewöhnliches Quartier ist der Beomeosa-Tempel. Er stammt aus dem 7. Jahrhundert und vermittelt durch die umliegenden Berge und Wälder eine Atmosphäre der Ruhe. Wir verbringen zwei Nächte hier und nehmen andächtig an den Zeremonien teil. In spezielle Gewänder gehüllt wird jeder nach Geschlecht einem Schlafsaal zugeteilt. Die Mönche erklären die Verhaltensregeln im Tempel und geben einen Überblick über den Tagesablauf, der um 3 Uhr in aller Frühe beginnt.
In Harmonie mit sich selbst lassen Sie diese friedvolle Erfahrung hinter sich und begeben sich in Busan auf das Nachtboot zur Insel Jejudo.

Durch einen Vulkanausbruch entstanden, weist Jejudo eine Vielzahl landschaftlicher Kontraste auf. Alles überragend ist der Berg Hallasan, ein erloschener Vulkan und der höchste Berg Südkoreas. Fruchtbare Felder, lauschige Fischerdörfchen und ein mildes Seeklima prägen die Insel, deren Küste von schroffen Felsformationen gebildet wird. Erkunden Sie die längste Lavahöhle der Welt auf eigene Faust oder lassen Sie an einem der zahlreichen Strände die Seele baumeln, bevor Sie, Konfuzius’ Rat beherzigend, „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen“, die Heimreise antreten.