Japan, wir sehen uns wieder!

Mein erster Asientrip führte mich nach Japan. In der Theorie wusste ich schon einiges über die Geschichte Japans, die Kultur und das Leben in Japan. Ich suchte diese Reise aus, weil ihre Reiseroute einen vielseitigen Ein- und Überblick über die Landschaften und Städte Japans und damit auch über das Leben in Japan versprach. Es ging von der Mitte Japans bis in den Süden Japans und dies mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ebenso wichtig war mir, an den einzelnen Stationen mein Japan-Erlebnis so gestalten zu können, wie ich es wollte und doch aufgehoben in einer Gemeinschaft zu sein und sich mit anderen austauschen zu können. Genauso kam es denn auch.
JA_Tokio_ASCH
Die Reise eröffnete mir Japan mit allen Sinnen. Zuerst die beiden Großstädte Tokio und Osaka mit ihrer pulsierenden Lebensenergie in ihrer Vielseitigkeit entdecken zu können, war einfach nur großartig.
Die einzigartige Weltkulturstadt Kyoto mit seiner modernen und seiner historischen Seite: die unglaublich schönen namhaften Tempel mit ihren äußerst harmonischen Gärten, und daneben, aber auch kleine verschwiegene Tempelorte mit einem herrlich ruhigen, schattig kühlen Garten und so liebevoll mit Blüten gestalteten Wasserläufen – Orte der Ruhe und Besinnung.

JA_Hafen Nagasaki_ASCH_FOC
Der Philosophenweg bietet dies alles auf kleinem Raum, wenn man auch wenig in die Seitenstraßen schaut. Nagasaki, die schöne Stadt am Meer, mit dem einzigartigen Flair ihrer andersartigen Vergangenheit in Japan. Die beiden Sonnenuntergänge über dem Inasayama (Mount Inasa), eine Hafenrundfahrt sowie das Genießen der Abende am Hafen in einer der vielen gemütlichen Kneipen werden unvergesslich bleiben.



JA_Gärten im Kloster auf Koyasan_FOC
Ebenfalls unvergesslich werden die beiden Nächte auf Futon und Tatamimatten sein, das Baden im Onsen und das Eintauchen in die Atmosphäre auf dem ehrwürdigen Koyasan; nichts vergleichbares gibt es zu Hause. Die Burg Himeji in ihrer unvergleichlichen weißen Erhabenheit und Schönheit; hier spürt man die Geschichte Japans mit seinen Shogunen und Samurais ganz deutlich. Hiroshima, die jüngste Geschichte Japans, lässt niemanden unberührt, egal wie oft man es im Fernsehen gesehen hat; das eigene Sehen und Nachspüren geht unter die Haut.

Aber eine Reise lebt nicht nur von Sehenswürdigkeiten, sondern wird erst zum unvergesslichen Erlebnis durch die Menschen, die in der Reisegruppe und vor allem, die vor Ort. Ich war zutiefst berührt über die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Japaner, ihre Diszipliniertheit und ihre Fröhlichkeit, ihr Sinn für Schönheit und Anmut – auch im alltäglichen. Die Japaner registrieren sehr wohl intensiv ohne, dass man es zuerst merkt, wenn man selbst offen ist und sich den Grundregeln (wie in die Warteschlange einreihen, Höflichkeit und Vortritt) anpasst. Unverhofft ergaben sich dann kleine Gespräche am Wegesrand, z. B. mit einem Maler in Kyoto oder mit Manga-Mädchen in Tokio. Abends in Kneipen ergaben sich viele Gespräche im japanisch-englischen Kauderwelsch und der Rest ging mit Händen und Füßen; es wurde viel gelacht und die Japaner wollten so manches über Europa und Deutschland wissen – ich dagegen über die „Seele Japans“, was die Faszination Japans ausmacht.

Die Reise wird unvergesslich bleiben, ebenso Japan. Ich werde wieder zurückkehren, denn ich ahne, dass die „Seele Japans“ noch viel mehr zu geben hat. In meinem Alltag wird das in Japan Erfahrene mich begleiten – wie gesagt, die Reise ist unvergesslich.

Anne Schürer

Möchten auch Sie die Faszination Japans z. B. zur Herbstlaubfärbung oder Kirschblüte erleben? Erfahren Sie mehr: 21 Tage Japan

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