Wer Myanmar besucht hat, behält es tief in seinem Herzen

Es gibt viele Länder auf der Welt, die ganz sicher eine Reise wert sind, doch Menschen wie in Myanmar findet man nirgends sonst. Wer Myanmar besucht hat, behält es tief in seinem Herzen und kann es nicht mehr vergessen...



„Wir freuen uns, dass plötzlich so viele Menschen Interesse an den Schönheiten unseres Landes haben“, sagt Thein Hteik, ein junger, ausgesprochen gut Deutsch sprechender Birmese, nachdem er eine kleine Gruppe von Touristen zum Eingang der Shwedagon-Pagode in Myanmars Metropole Yangon geführt hat. „Es ist gut, wenn Menschen aus fernen Ländern unsere Kultur und Lebensweise kennen lernen möchten, und die zeigen wir ihnen auch gern.“ Das glauben wir ihm wirklich aufs Wort und betreten den Platz, auf dem sich die golden leuchtenden Pagoden mit ihren leise im Wind klingenden Glöckchen befinden. Im Zentrum steht sie, die alles überstrahlende Shwedagon-Pagode in ihrer ganzen Schönheit und ihrer atemberaubenden Anmut, ein Juwel gigantischen Ausmaßes. In unzähligen Schreinen um die Pagode bringen Gläubige ihre Opfer dar, legen Lotosblumen nieder und beten leise vor glänzenden Buddhastatuen. Nonnen wandeln in rosafarbenen Gewändern durch die Anlage und uns kommt eine Gruppe von in weinrote Roben gehüllten Mönchen entgegen, deren Lächeln unwiderstehlich scheint. Gleich kommen wir mit ihnen ins Gespräch und sie erzählen uns, welch wichtige Rolle in ihrem Leben der Buddhismus, der in Myanmar Staatsreligion ist, spielt. In Relation zur Einwohnerzahl gibt es in diesem Land die meisten praktizierenden Mönche und Nonnen und nirgendwo auf dieser Welt wird ein solch großer Teil des Einkommens für religiöse Zwecke investiert. Die meisten Birmesen leben den Theravada-Buddhismus, die wohl älteste Form der Weltreligion und verehren gleichzeitig Geister, die so genannten Nats, Wächter über alles Lebende. Sie sind zumeist Geister von Verstorbenen, denen viele menschliche Züge, im Guten wie im Schlechten, innewohnen. Zu Lebzeiten haben sie einen besonders grauenvollen Tod durch vergangene Herrscher erfahren. An Altären werden sie vor allem in ländlichen Regionen verehrt wie andernorts im Land Buddhastatuen in Tempelanlagen. Die tiefe Gläubigkeit der Birmesen erleben wir auch während einer Mönchsspeisung in einem Kloster, in dem die Lebensregeln der meist jungen Männer strikt der buddhistischen Lehre unterliegen.

In keinem anderen Land gibt es einen so ungewöhnlichen Ort, an dem ein einziges Haar Buddhas einen riesigen Felsen hält, der direkt über einem steilen Abgrund schwebt, jedoch von dort nicht in die Tiefe stürzt. Natürlich ist auch dieser Fels komplett vergoldet und blitzt in der Sonne vor blauem Himmel. Dazu erklärt uns der aufgeschlossene Thein Hteik, dass man unbedingt auf der Anhöhe des Felsens übernachten sollte, um am nächsten Morgen beim Erscheinen der ersten Sonnenstrahlen die besondere Mystik dieses Ortes zu spüren.

Einen nicht minder zauberhaften Ort erleben wir am Inle-See, eine Naturschönheit, die sich in aller Pracht zeigt, wenn vorbeiziehende Wolken auf seiner spiegelgleichen Oberfläche tanzen. Wasser heißt Leben und so bauen viele Einheimische hier Gemüse an oder widmen sich der Herstellung eines der kostbarsten Stoffe der Welt, dessen Rohstoff, der wunderschön blühende Lotos, auf dem See in Vielzahl wächst.

Thein führt uns in ein beschauliches Dörfchen am See, in dem Freunde seiner Familie ein kleines Restaurant betreiben und uns mit all ihrer Gastfreundschaft bedenken. Immer wieder werden unsere Schüsseln mit dampfender köstlicher Brühe gefüllt und wissbegierig den Erzählungen aus unserer Heimat gelauscht. Wir erfahren von unseren Gastgebern viel über das Familienleben in Myanmar, über den hohen Status älterer Menschen in der Gemeinschaft, die den Jüngeren Respekt, Glaube und Bescheidenheit lehren. Plötzlich ist dieses weit entfernte exotische Land mit all seinen Sitten und Gebräuchen nicht mehr fremd, wir haben herzliche Menschen kennen gelernt, deren Begegnung für uns eine unvergessene Erinnerung an Myanmar ist.

Erlebnisse in der Fremde

Will man neben dem Goldenen Felsen und der Shwedagon-Pagode auch das landschaftliche Juwel des Inle-Sees und Myanmars liebenswerte Menschen kennen lernen, sollte man dies tun, bevor das Land seinen Geheimtipp-Status verliert. Das tropische Land bietet noch ursprüngliche Facetten Asiens und sollte am besten in der Trockenzeit zwischen Mitte Oktober und März bereist werden.

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Autor: Greta John

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