Reiseprogramm 22 Tage: Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan & Kirgistan

Turkmenistan

Tag 1   Flug Frankfurt – Aşgabat, Ankunft Aşgabat / Turkmenistan
Tag 2   Aşgabat
Tag 3  Flug Aşgabat – Daşoguz, Daşoguz – Kohne Urgentsch – Nukus / Usbekistan


Ausgangspunkt unseres zentralasiatischen Abenteuers ist Aşgabat, Asgabat, Turkmenistandie Hauptstadt Turkmenistans und eine der modernsten Städte dieser Region. Südöstlich der am Rande der Wüste Karakum gelegenen Großstadt liegen die Ruinen der Kultbauten von Anau, die bei einem Ausflug besucht werden können.
Wir fliegen über die Wüste in den Norden Turkmenistans nach Daşoguz, um in Kohne Urgentsch die verstreut liegenden Baudenkmäler einstiger Pracht und vergangenen Reichtums ehemaliger Sufi-Dynastien zu besichtigen. Zahlreiche Mausoleen sowie das höchste Minarett Zentralasiens bezeugen das schon im 12. Jahrhundert hohe Niveau von Kunst und Kultur.

Mit dem Grenzübertritt nach Usbekistan erreichen wir die erst 1932 von den Sowjets gegründete Hauptstadt der Republik Qaraqalpaqstan, Nukus. Hier lohnt sich ein Besuch des eindrucksvollsten Kunstmuseums außerhalb Taschkents, welches vom russischen Maler Igor Sawizkij gegründet wurde. Das Museum beherbergt die zweitgrößte Sammlung russischer Avantgarde-Kunst weltweit und stellt außerdem Fundstücke wie Keramiken oder Statuen und auch traditionelle Jurten aus.

Usbekistan

Chiwa & Buchara

Tag 4   Nukus – Chiwa
Tag 5   Chiwa


Unser nächster Halt ist die orientalische Stadt Chiwa. Mit ihrer sehenswerten Altstadt ist sie eine Perle unter den Städten Zentralasiens, gleich einem Freilichtmuseum im sagenumwobenen Usbekistan.
Sie besticht durch ihre altertümlichen, engen Gassen mit den aus erdfarbenen, ungebrannten Ziegeln gebauten Wohnhäusern, den ‚haulis’, zahlreichen prächtig ausgestatteten Mausoleen, Moscheen, Minaretten und Palästen. Hier haben Sie genügend Zeit, durch die Altstadt zu wandeln und sich die Sehenswürdigkeiten in Ruhe anzuschauen. Der alte, fast vollständig ummauerte Teil von Chiwa, Itschan Kale genannt, mit seinen gut erhaltenen Toren ist eine Ansammlung von bemerkenswerten Gebäuden mit  türkisfarben leuchtenden Mosaiken aus dem 18. und 19. Jh. Einige der Minarette bieten fantastische Panoramablicke auf die Oase und die Wüste.

Chiwa, Kalta Minar, UsbekistanBesuchen Sie hier, nachdem Sie durch das Westtor Ata Darwase die Altstadt betreten haben, die alte Festung Kohne Ark. Im 17. Jh. gegründet, verfügte die Anlage neben einem Palast und außergewöhnlichen Moscheen u.a. über eine Säulenhalle, vier Innenhöfe und ein Harem. Auch die wunderschönen Holz geschnitzten Kapitelle in der Palastmoschee sowie bunt bemalte Decken in der Säulenhalle des Palastes Tasch Hauli zeugen von der hohen Kunst islamischer Stadtkultur. Neben verschiedenen Medresen fällt in Chiwa besonders das Minarett Kalta Minar aus dem Jahr 1855 auf. Das unvollendet gebliebene Minarett mit seinen 28 m Höhe und fast 15 m Durchmesser markiert zusammen mit dem hohen Minarett der Medrese Islam Hodscha die Silhouette der Stadt.



Tag 6   Chiwa - Buchara
Tag 7   Buchara


Wir verlassen die Museumsstadt Chiwa und begeben uns auf eine Buchara, Ark Wüstenfestung, Usbekistanlange Fahrt durch die Wüste nach Buchara, die ihren Beinamen ‚die Edle’ zu Recht trägt. Die Stadt rühmt sich, eine der beeindruckendsten Städte der islamischen Welt zu sein. Bereits in vorchristlicher Zeit als Siedlung angelegt, weist die Stadt eine reiche Geschichte auf. Durch die Verwendung der hier vorzufindenden Naturmaterialien erhielt die Altstadt ihre charakteristische Sandfarbe. Dutzende Karawansereien, Medresen, Moscheen mit bunten Mosaiken und lebhafte Märkte liegen im Herzen der Altstadt. Die Festung Ark, die Zitadelle ursprünglich aus dem 7. Jh., dominiert das Stadtbild Bucharas. Heute sind hier noch Gebäude aus dem 18. Jh. sowie der geräumige Registan-Platz, der zur Zeit der Samaniden mit prunkvollen Palästen und blühenden Gärten geschmückt war, zu besichtigen. Besuchen Sie den wunderschönen Komplex der Moschee Bala Haus gegenüber dem mächtigen Eingangstor zur Zitadelle, und versäumen Sie nicht das einmalige Mausoleum der Samaniden aus dem 9. Jh., das als ältestes und wertvollstes islamisches Bauwerk in Zentralasien gilt.

Das höchste Bauwerk und Wahrzeichen Bucharas ist das 45,60 m hohe Minarett Kalon aus dem 12. Jh. Das Minarett und die daneben liegende Moschee Kalon sind einige der wenigen Bauten, die die Verwüstung Dschingis Khans überlebt haben. Unzählige Medresen, wieder neu erstandene und genutzte Koranschulen, prägen das Bild der Stadt. Kanäle mitten in der Wüste versorgten Buchara mit Wasser. An den Wassersammelstellen traf sich die lokale Bevölkerung, um Wasser zu holen, Tee zu trinken und die letzten Neuigkeiten auszutauschen. Lab-e-Haus ist der größte und stimmungsvollste der ca. 200 ehemaligen Weiher. Probieren Sie in einem der Cafés am Platz, auf großen Diwanen sitzend oder liegend, ein Schaschlik oder einen Plov, die traditionellen Gerichte Zentralasiens.

Samarkand & Taschkent

Tag   8  Buchara – Shahrisabz – Samarkand
Tag   9  Samarkand
Tag 10  Samarkand - Taschkent


Samarkand, Registan Platz, UsbekistanSamarkand ist wohl jene Stadt, die von allen Orten an der Seidenstraße die Fantasie am meisten anregt. Sie ist mehr als 25 Jahrhunderte alt und damit eine der ältesten Städte der Welt überhaupt. Sie wurde von Alexander dem Großen erobert, durch Dschingis Khan zerstört und von Timur Leng im 14. Jh. zu einer der schönsten Städte der Welt ausgebaut. Unter den außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten an der Seidenstraße ist der Registan-Platz mit seinen drei überaus beeindruckenden Gebäuden, den Medresen Ulughbek, Tella-kari und Schir-dar mit den dazu gehörigen Minaretten aus dem 15. und 17. Jh. das größte Juwel Zentralasiens.
Zweifellos zu den großartigsten Leistungen islamischer Architektur in Samarkand zählt die Große Moschee Bibi Khanum, die zu Beginn des 15. Jh. errichtet wurde und kolossale Abmessungen aufweist. Blau-goldene Ziegelornamentik verziert die riesige halbkugelförmige Kuppel. Direkt neben der Moschee finden Sie einen lebendigen Markt, wo Angehörige verschiedener Volksgruppen, meist jedoch Tadschiken, anzutreffen sind. Trinken Sie hier in einer Tschaikhana, einem Teehaus, gemeinsam mit den Einheimischen ein Gläschen Tee und probieren Sie von der großen Auswahl an leckeren getrockneten Aprikosen und Mandeln.

Das Mausoleum Timurs und seiner zwei Söhne, Gur-e Amir, das Sie durch winklige Gassen am Rande der Altstadt erreichen, ist mit seiner majestätischen, azurblau glasierten Kuppel unbedingt einen Besuch wert. Das Bauwerk beherbergt die Grabstätte des berühmten Mongolenherrschers, der als einer der gefürchtetsten Eroberer in die Geschichte einging. Ein weiterer heiliger Ort am Hügel von Afrasiab, dem alten Samarkand, ist die Nekropole Shah-e-Sende, eine weit ausgedehnte Gräberstätte mit türkis-blauen Kuppeln.

Nach dem eindrucksvollen Aufenthalt in Samarkand fahren wir mit Chorzu Basar, Taschkent, Usbekistanunserem Bus nach Taschkent. Taschkent ist eine modern anmutende Stadt mit über 2 Mio. Einwohnern. Die breiten Boulevards im Sowjetstil sind nach dem zerstörerischen Erdbeben von 1966 angelegt worden. Das Stadtzentrum glänzt mit einer Fußgängerzone, in der sich einige Gartenrestaurants befinden, und zahlreichen mondänen Museums- und Theatergebäuden. Die großzügige Markthalle des Chorzu Bazar, auf dem eine überbordende Fülle an frischem Obst und Gemüse angeboten wird, ist unbedingt einen Besuch wert. In der Altstadt sind die aus dem 15. Jh. stammende Medrese Kukaldasch und die wieder aufgebaute Dschuma-Moschee besichtigenswert.

Kasachstan

Aksu Djagably

Tag 11   Taschkent – Aksu Djabagly / Kasachstan
Tag 12   Aksu Djabagly

Wir verlassen Usbekistan und fahren über die Grenze nach Kasachstan in das älteste staatliche Naturreservat in ganz Mittelasien, Aksu Djabagly. Auf 850 km² wird hier seit mehr als 80 Jahren eine einzigartige Flora und Fauna geschützt.
Zu entdecken gibt es hier z.B. den Steinalder, Bartgeier oder die Bachpfeifdrossel, und dies sind nur ein paar von den 238 beheimateten Vogelarten, wovon 9 in der Liste vom Aussterben bedroht eingetragen sind. Auch die Flora im Naturreservat ist beeindruckend, denn von den über 1400 vorkommenden Pflanzenarten sind 27 endemisch. Lilien, Krokusse, Blausterne oder auch Pistazien- und Mandelbäume wachsen in den Tälern des Aksu Canyons. Wer mag kann mit einem lokalen Guide bis hinunter zum Fluß wandern oder einfach am oberen Rande entlang spazieren und die Aussicht auf sich wirken lassen. 

 

Kirgistan

Tag 13   Aksu Djabagly – Bischkek / Kirgistan
Tag 14   Bischkek – Tamga
Tag 15   Tamga – Djety Ögüz-Schlucht


Kirgistan als ausgesprochenes Gebirgsland hat ein Übermaß an beeindruckenden Landschaften, viel Ruhe und Platz zu bieten. Es ist ein bergiges und waldreiches Land, in dem wir uns beinahe ununterbrochen auf 2.000 m Höhe aufhalten. Ein Großteil Kirgistans wird vom mächtigen Tian Shan-Gebirge mit dem 7.439 m hohen 'Berg des Sieges' (‚Pik Pobedy’) und dem Pamir-Alai-Gebirge gebildet.

Bischkek
ist eine recht junge Stadt mit viel Grün auf den großen Plätzen und breiten Boulevards. Am Fuße des kirgisischen Alatau-Gebirges auf durchschnittlich 700 m gelegen, schmücken die Stadt unzählige Anlagen mit Obst- und Zierbäumen sowie moderne Gebäude. Leninstatuen und Sowjetarchitektur stehen hier noch im Kontrast zu gemütlichen Terrassen.
Auf unserem Weg von Bischkek nach Tamga halten wir in Burana. Inmitten der Ruinen der alten Stadt liegt der Stumpf des einstigen Minaretts, der Burana-Turm. Sie können den mit Ornamenten verzierten Turm hinauf steigen, den nestorianischen Friedhof und die nahe gelegene Sammlung von Balbals besichtigen. Diese steinernen Halbfiguren und Köpfe stammen aus unterschiedlichen Regionen Kirgistans und wurden in Burana zusammengetragen.

In der Nähe von Tamga erwartet Sie ein kleiner Strandabschnitt am See, wo Sie im Wasser des Issyk-Kul-Sees ein erfrischenes Bad nehmen können. Der See liegt auf gut 1.600 m Höhe und verfügt trotz seiner Tiefe von bis zu 700 m über so warmes Thermalwasser, dass er auch im Winter nicht zufriert.

Wir setzen unsere Reise in östliche Richtung fort um in die landschaftlich äußerst reizvolle Schlucht Djety-Ögüz, an deren Eingang sich rötliche Sandsteinformationen befinden, hinein zu fahren. Je nach Blickwinkel erkennt man am Gebilde der Felsen entweder eine Gruppe von sieben Stieren oder ein gebrochenes Herz. Einer alten Sage zufolge hatten diese Stiere das Land verwüstet und wurden zur Strafe zu Stein verwandelt. Nach Ankunft in der Jurte bietet sich eine Wanderung zu einem nahegelegenen Wasserfall an, bei der Sie atemberaubende Aussichten über die Schlucht genießen können. Am Abend genießen wir ein gemeinsames traditionelles Essen, zubereitet von einheimischen Köchen, bevor wir uns in unsere kirgischen Jurten betten. In den Jurten kann es, je nach Jahreszeit, sehr kühl werden.

Karakol

Tag 16   Djety-Ögüz-Schlucht – Karakol
Tag 17   Karakol


Altyn Arashan Tal, Nationalpark, KirgistanDas Städtchen Karakol mit seinen niedrigen Holzhäusern und einer bedeutenden russisch-orthodoxen Kirche ist unser nächstes Ziel. Verschiedene heiße Brunnen in der Umgebung und kleine Flüsschen zum See laden Sie hier zu Spaziergängen ein. Einige Kilometer von Karakol entfernt, nahe der bei einem Erdbeben entstandenen Michailowka-Schlucht, befindet sich das Grab des russischen Generals und Asienforschers Prschewalski und das dazu gehörige Museum, das Sie besuchen können. Besonders empfehlenswert ist ein Ausflug von Karakol mit einem Jeep in die Schlucht Altyn Araschan, die Sie mit einer Wanderung verbinden können. Durch die Schlucht fließt ein wilder Fluss mit klarem, frischem Wasser, umgeben von dunkelgrünen Nadelwäldern, stets den Blick auf die Gebirgsmassive des hier bis zu 5.000 m hohen Gipfel des Tian Shan gerichtet.

Kasachstan

Tag 18   Karakol – Kegen-Pass – Kolsai-Seen / Kasachstan
Tag 19   Kolsai-Seen
Tag 20   Kolsai-Seen – Scharyn NP – Almaty
Tag 21   Almaty
Tag 22   Flug Almaty – Frankfurt, Ankunft Frankfurt


Am folgenden Morgen fahren wir von Karakol über den Kegen-Pass Kolsai Seen, Kasachstanzurück Richtung Kasachstan. In Kasachstan werden die Kolsai-Seen auch „Perle des nördlichen Tian Shan“ genannt. Die drei faszinierenden Hochgebirgsseen liegen am Bergrücken des Kungej-Alatau. Der erste See ist 1 Kilometer lang und liegt auf einer Höhe von 1.818 m. Hier steht auch unser Gästehaus, wo wir übernachten. Der mittlere See liegt auf 2.252 m und ist der größte und der schönste, vom ersten See aus erreicht man ihn über 5 Aufstiegskilometer. Hierfür sollte man körperlich allerdings fit sein, denn der Aufstieg ist sehr anstrengend.
Der Obere liegt 4 Kilometer weiter entfernt, auf knapp 1.000 m und ist für Touristen leider nicht zugänglich. Dennoch bieten uns 2 Nächte an den Seen genügend Zeit, um schöne Wanderungen durch die Natur zu unternehmen.
Unterwegs nach Almaty machen wir Halt bei einem der größten Canyons der Welt, dem Scharyn Canyon. Der Canyon bietet eine schöne Kulisse für eine Wanderung bis zum untereren Ende, an dem ein Fluss fließt.
In Almaty haben Sie noch einmal die Chance, die letzten Souvenirs für Ihre Liebsten einzukaufen und in Ruhe die Stadt zu erkunden, bevor wir uns an Tag 21 gegen späten Abend zum Flughafen begeben.
Auf Ihrem Heimflug von Almaty schwelgen Sie sicherlich noch lange Zeit in den Erinnerungen an türkisfarbene, glänzende Kuppeln und weite grüne Berglandschaften.

Bitte lesen Sie sich auch unsere generellen Hinweise zum Reisen auf andere Art aufmerksam durch.